Der Silvaner gilt als die fränkische Rebsorte schlechthin. Auch in Ipsheim wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich diese Sorte angebaut, bis der Müller - Thurgau sie zurückdrängte. Die Silvanerrebe verfügt nur über eine mittelmäßige Holzreife, was bei Frühfrösten im Herbst zur Folge haben kann, dass noch nicht gebräunte Hölzer erfrieren. Verstärkt wird dieser nachteilige Aspekt zudem bei hohem Ertrag und bei Befall durch Botrytis. Auch die Winterfrostfestigkeit ist nicht besonders gut. Diese Nachteile können jedoch durch weinbautechnische Maßnahmen (z.B. im Winter zupflügen der Rebstöcke bis 10 cm über die Veredelungsstelle als Kälteschutz, eine weite Pflanzung und eine harmonische Düngung ) minimiert werden. In Ipsheim muss deshalb darauf geachtet werden, den Silvaner nur in S- oder SW-Lagen anzubauen, da sich hier ein warmes Bestandklima bilden kann. Positiv zu bewerten sind seine nur mittleren Ansprüche an Boden und Lage. Die Rebe gedeiht auf den Ipsheimer Keuperböden sehr gut und man sagt von ihr: "Die Lage bestimmt die Qualität." Doch auch in Lagen, die nicht zu den Besten gezählt werden, bringt der Silvaner wegen seiner mittelspäten Reife noch sehr gute Qualitätsweine hervor. Zuletzt sei noch angemerkt, dass sich diese Sorte auch durch ihre hohe Ertragstreue auszeichnet. 

Trauben der Silvanerrebe, Quelle: [5], S. 82

Blätter der Silvanerrebe, Quelle: [5], S.50
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