|
![]() |
Das Kleinklima in Ipsheim ist vom Klima der sogenannten Windsheimer Bucht bestimmt. Dieses weist im Allgemeinen eine um 1°C höhere Temperatur als der restliche Landkreis auf, die Niederschlagsmenge ist um 100mm reduziert. Um jedoch zu untersuchen, ob das Kleinklima den Anforderungen der Weinrebe genügt, muss man Klimaelemente wie Wind, Wärme und Kaltluft beachten. Die Ipsheimer Weinberge liegen in einer Nische der Frankenhöhe. Vor den Luftbewegungen im Aischtal, die sich im Wesentlichen in einer SW-NO-Richtung bewegen, ist ein warmes Bestandsklima in der schon erwähnten Nischenlage weitgehend gewährleistet. Seit der Flurbereinigung sind die Ipsheimer Weinberge in drei sonnenverwöhnte, sich stark nach S- bzw. nach SW-neigende Rebhänge gegliedert. Diese Lagen werden zwar erst ab dem späten Vormittag besonnt, können dann jedoch recht schnell ein stabiles warmes Bestandsklima bilden, das sich bis in die Abend- und Nachtstunden hält. In den sich nach W- bzw. nach NW-neigenden Lagen, die zum Großteil für Biotope, Grünflächen und Streuobstbeständen genutzt werden, kann dieses Klima nicht entstehen. Hier können negativ beeinflussende Faktoren wie z.B. starke Luftbewegung leichter Fuß fassen und das ohnehin schon kritische Bestandsklima noch weiter verschlechtern. Die weinbaufähigen Höhenlagen in Franken liegen zwischen 350 und 410 m über NN. Im flachen und breiten Aischgrund, dessen mittlere Höhe zwischen 300 und 370 m über NN anzusetzen ist, sammelt sich leicht die kalte Luft und wird nur mäßig durch Luftbewegungen verfrachtet. So müssen sich die Weinberge, wie es in Ipsheim der Fall ist, über dem Aischtal erheben, um in einem frostsicheren Gebiet zu liegen. Im Zuge der Vorbereitungen zur Flurbereinigung in den Ipsheimer Weinbergen schrieb der Deutsche Wetterdienst in seinem Gutachten vom 25.7.1975, "In den sonnenwarmen, windgeschützten Nischenlagen kann sich ein ortsbegrenztes warmes Bestandsklima ausbilden und halten. Der tiefgründige Boden aus Gipskeuper kann den Anspruch der Rebe an Wasser ausreichend sicher decken. Die Weinbergsflächen in den Nischenlagen sind den Luftbewegungen im Aischgrund entzogen." ( [24],Textteil - Teil 1 a, S. 4 ) und bestätigt somit die für die Sonderkultur erforderlichen Gegebenheiten.
Seitenanfang | © 2001 - Weinbau in Ipsheim |