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Schilfsandstein: Sandsteine, feinkörnig, bankig, grünlich bis rötlichgrau
Estherienschicht: Tonsteine, grau, rotbraun und violett mit Gipslinsen und Kalkmergelbänken

Bodenprofil der Ipsheimer Weinberge

Die oberhalb der Weinberge liegende Burg Hoheneck erhebt sich auf einem Vorsprung der Keuper-Landstufe der Frankenhöhe. Geologisch lässt sich die Lage der Weinberge folglich dem Keuper - spezieller noch dem Gipskeuper - zuordnen. Die Ipsheimer Einzellage liegt vorwiegend unterhalb der Schilfsandsteinbank in der Estherienschicht. Letztere besteht aus grauen, rotbraunen und violetten Tonsteinen mit Gipslinsen, Erläuterung zu diesem Begriff Schiefer- und Kalkmergelbänken. Das Ausgangsgestein, carbonatreiche Schiefertone und Keupermergel, lässt sich nach der Bodenklassifizierung nach DIN 18196 in die Gruppe der mittelplastischen Tone einordnen. Also handelt es sich um einen Boden, dessen Feinkornanteil an Gestein mit Durchmessern kleiner als 0,06 mm mehr als 40 Gewicht-% beträgt. Er gehört also zu den bindigen Böden, deren Eigenschaft es ist, bei Wasseraufnahmen zu quellen und undurchlässig zu werden, bei Austrocknung zu schwinden und je nach Tongehalt bis zu felsenartig hart zu werden. Der Erläuterung zu diesem Begriff Rigolhorizont der Weinberge, mit einer Mächtigkeit von etwa 40-80 cm, hat einen sehr hohen Anteil an Carbonaten (20 –25 %), der Nährstoffgehalt ist gut und der pH-Wert lässt sich zwischen 7,0 und 7,4 ansetzen. Aufgrund einer Klassifizierung lässt sich ferner noch feststellen, dass der Boden eine große Verdichtungsfähigkeit und eine mittel bis große Zusammendrückbarkeit aufweist. Dies birgt Nachteile für einen wirtschaftlichen Weinanbau, müsste doch v.a. bei feuchter Witterung - wenn möglich - auf maschinell unterstützte Arbeiten im Weinberg verzichtet werden, um einer Bodenverdichtung vorzubeugen. Verdeutlicht wird dieser Nachteil durch die Fließgrenze wL=35-50 Gewicht-%, was bedeutet, dass der Boden nur 35-50 % seiner Masse an Wasser aufnehmen kann, bis er beginnt zu fließen. Dieser Wert ist, verglichen z.B. mit normalen Ackerböden mit Werten um 200, sehr gering. Schutzmaßnahme dagegen bietet z.B. die Begrünung des Weinberges. Die Durchlässigkeit (z.B. für Wasser) ist vernachlässigbar klein. Dies ist auch bei der Flurbereinigung berücksichtigt worden, indem man mehrere Wasserrückhaltebecken eingerichtet hat. Ferner begünstig dies natürlich eine Abtragung der nährstoffreichen, oberen Schicht des Boden. So kann man auch aus der Klassifizierung entnehmen, dass die Witterungs- und Erosionsempfindlichkeit groß bis mittel ist. Sehr positiv zu bewerten ist, dass der Boden sehr wenig Gestein enthält, wodurch er sich gut für die maschinelle Bearbeitung eignet. Auch verfügt er über eine sehr hohe Wärmespeicherung, die durch die rote und braune Färbung des Tongesteins verstärkt wird und so eine gute Sonnenlichtabsorption ermöglicht.
Zusammenfassend gesehen, eignet sich also der Boden der Ipsheimer Weinberge sehr gut für den Weinbau. Durch ihn werden die Sortencharaktere der unterschiedlichen Reben besonders ausgeprägt und in Spitzenlagen gibt er den edlen Weinen einen gehaltvollen und erdigen Charakter mit bis ins Glas.


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